Immer mehr Menschen wenden dem Materialismus den Rücken zu, Alhamdulillah!

Die „Gegentrömung“ die nicht erst seit gestern existiert und „Minimalismus“ genannt wird ist seit eh und je in unserer wundervollen Religion verankert und zwar unter dem Begriff „Az-Zuhd“, mit dem Unterschied, dass Az-Zuhd als primäres Ziel die Zufriedenheit Allahs hat.

 

Die Definition

„Zuhd ( der Verzicht auf weltliche Freuden, in der Hoffnung, die Nähe Allahs zu erlangen) ist einer der besten Wege, um die Seele zu reinigen. Ein einfaches Leben sollte dazu führen, deinen Wunsch nach weltlichen Begierden zu mäßigen und dafür auf etwas Besseres hoffen zu können. Um das leichter zu erlangen, sollte man erkennen, dass diese Dinge, die alle in dieser Welt anstreben, in der Tat wertlos sind, wenn man sie mit dem vergleicht, was man sich vom nächsten Leben erhofft.“

Textquelle: Az-Zuhd von Ibnul Qayyim Al Jauziyah

 

Wie Shaykh Omar El-Banna (siehe Video weiter unten) sinngemäß sagte – Shaytan arbeitet clever, er bringt die Gläubigen nicht direkt dazu Haram zu begehen, sondern auf Umwegen. Beispielsweise ist das verdienen von Geld (auf Halal Art und Weiße) im Islam erlabt und erwünscht, genauso wie die Anschaffung von unterschiedlichen Gütern wie Smartphones, Möbeln, einem Auto usw. Das Problem entsteht dann, wenn wir nur mehr Arbeit um uns all diese Dinge leisten zu können, der Dunya hinterherrennen und dabei die Akhira (das Jenseits) und die Arbeit dafür aus den Augen verlieren.

Die Menschliche Seele ist nicht besonders genügsam und verlangt ständig nach mehr. Hierzu ein Hadith…

Ibn Abbas und Anas ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihnen, überliefern, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – sagte: „Wenn der Sohn Adams ein Tal voller Gold hätte, wäre er auf zwei erpicht. Und nichts würde seinen Mund stopfen, als Erde. Doch Allah wendet Sich jedem reumütigen Sünder zu.”

Überliefert bei al-Buẖārī und Muslim

 

Hierzu auch ein Vers aus dem Quran (57: 20)

Wisset, daß das diesseitige Leben nur Spiel und Zerstreuung ist, Schmuck und gegenseitige Prahlerei und Wettstreit nach noch mehr Besitz und Kindern. … Und das diesseitige Leben ist nur trügerischer Genuss.  

 

Hadith (An-Nawawi)

Von Abu-l-Abbas Sahl ibn Sa’d As-Sa’idi, Allahs Wohlgefallen auf ihm, der gesagt hat:
Ein Mann kam zum Propheten, salla Allah u alihi wa sallam, und sagte: «O Gesandter Allahs, nenne mir ein Werk (für das), wenn ich es vollbringe, mich Allah und die Menschen lieben.» Er sagte: «Entsage der Welt, dann liebt dich Allah, und entsage dem, was den Menschen (gehört), dann lieben dich die Menschen.»  (Dies berichteten ibn Maga und andere mit guter Überliefererkette.)

 

Wie ihr seht, meinen lieben Schwestern, ist es eine Pflicht für uns MuslimInnen ein minimalistisches Leben anzustreben, uns mit weniger zufrieden zu geben, dankbarer zu sein für alles was wir haben, denn, dieses Leben ist vergänglich und jeglicher Besitz den wir auf dieser Welt angehäuft haben verbleibt auch auf ihr. Wir werden vor Allah stehen und unter anderem Rechenschaft dafür ablegen, wie wir unsere Zeit verbracht haben und wofür wir unser Geld ausgegeben haben, also lasst uns mit beidem wertschätzend und keinesfalls verschwenderisch umgehen.

 

Möge Allah swt uns allen diese Aufgabe erleichtern. Allahuma Amin!

 

 

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